Archiv für November 2012

Die glorreichen Sieben

Wie ich in einem der letzten Beiträge bereits angekündigt hatte, findet ihr nun hier eine Liste der meiner Meinung nach wichtigsten Erweiterungen für die Gnome-Shell in Version 3.4.

Platz 1: Maximus feat. Window Buttons

Wer sich einmal an den Luxus undekorierter Fenster auf kleinen Bildschirmen gewöhnt hat, wird es nicht mehr missen möchten. Mittlerweile ist die Möglichkeit dazu für mich zu einem der Kriterien geworden, die Entscheiden, wie gut benutzbar ich eine Oberfläche finde. Bei Unity werden maximierte Fenster immer ohne Dekoration verwendet und es wandert darüber hinaus sogar noch die Menü-Leiste der meisten Programme in die Zeile am oberen Bildschirmrand.
In der Gnome-Shell ist zumindest ersteres Verhalten gut mit den beiden genannten Erweiterungen umsetzbar. Maximus sorgt dabei dafür, dass maximierte Fenster ihre Dekoration verlieren, während Window Buttons die Knöpfe für Minimieren, Maximieren und Schließen in die obere Leiste verlegt, wenn ein Fenster maximiert ist.

Platz 2: Places Status Indicator

Ein meiner Meinung nach unverzichtbares Werkzeug, was im oberen rechten Status-Bereich einen Schnellzugriff auf die wichtigsten Ordner erlaubt. Ich nutzte eine solche Erweiterung bereits in meinem AWN-Dock, dessen Notwendigkeit mittlerweile jedoch für mich nicht mehr gegeben ist, da sowohl Unity als auch die Gnome-Shell, das Dock-Konzept gut in die Oberflächen eingebunden haben.

Platz 3: Quit Button feat. Alternative Status Menu und Notifications Alert

Ich persönlich bin kein Fan davon, dass mein Name auf meinem Desktop steht. Neben dem Schutz meiner persönlichen Daten sehe ich an der Stelle auch überhaupt keinen Sinn darin. Quit Button schafft hier Abhilfe in dem der lange Name mit Icon einfach in den bereits aus älteren Ubuntus bekannten Ausschalt-Knopf verwandelt. Das spart außerdem eine Menge Platz im Statusbereich.
Notifications Alert sorgt schlussendlich dafür, dass sich eben jener Knopf bei ungelesenen Nachrichten, die sich bei der Gnome-Shell bekannter Maßen rechts-unten finden lassen und in der alltäglichen Nutzung schnell mal unter gehen, rot einfärbt um so auf sie aufmerksam zu machen.
Damit der Knopf dann auch noch hält, was er verspricht sorgt Alternative Status Menu dafür, dass auch ohne irgendwelche ALT-Tasten im Menü Punkte für das Ausschalten und den Bereitschafts-Modus zu finden sind.

Platz 4: Status Icon Fixer feat. Status Area Horizontal Spacing und Remove Accessibility

Völlig unverständlicher Weise werden Icons von wichtigen Anwendungen, die sich früher im Status-Bereich niedergelassen haben, in der Gnome-Shell in der Notification-Area (also unten-rechts) abgelegt. Das nervt. Zum Glück gibt es Status Icon Fixer, der genau das behebt und die wichtigsten Anwendungen wie Dropbox, Skype und den VLC wieder da Platz einräumen wo sie hin gehören – nämlich im Statusbereich.
Damit bei all den vielen Icons, die sich jetzt dank Status Icon Fixer im Status-Bereich befinden, der Platz nicht zu knapp wird lässt sich dank Status Area Horizontal Spacing der Abstand zwischen den Icons verringern. Und wer wie ich das Accessibility-Menü nicht verwendet kann es dank Remove Accessibility einfach entfernen.

Platz 5: Advanced Volume Mixer feat. Media Player Indicator

Diese beiden Erweiterungen beheben einige Unzulänglichkeiten im Lautstärke-Menü der Gnome-Shell.
Der Advanced Volume Mixer erweitert das Menü um die Möglichkeiten einzelne Programme, die Sounds wiedergeben, in ihrer Lautstärke zu beeinflussen. So lässt sich zum Beispiel die Musik-Wiedergabe leiser drehen während das YouTube-Videomitschnitt von einem Vortrag läuft. Wenn dann ein Skype-Anruft kommt, können beide schnell gemutet werden, damit ungestört telefoniert werden kann.
Die Erweiterung Media Player Indicator sorgt dann noch dafür, dass sich Player wie Banshee, Rhythmbox und andere Player, die „MPRIS v2.1″-fähig sind, über das Lautsstärke-Menü komfortabel fegoldenenrnbedienen lassen.

Platz 6: Force Quit

Einige kennen sicher wie ich xkill noch aus ihren Anfangszeiten mit Linux. Damals, als ich mit dem Termnial noch so ungefähr gar nichts anfangen konnte, war xkill für mich die einzige Variante Amok laufende Programme abzuschalten. Heute weiß ich es besser und trotzdem geht es wesentlich fixer damit, als mit kill-Befehlen im Terminal zu hantieren.

Platz 7: CPU Freq

Durch das manipulieren der CPU-Frequenz lassen sich bei Rechnern und insbesondere bei Laptops enorme Mengen Strom sparen und bei Akku-Betrieb somit die Laufzeit teils beträchtlich verlängern. Nach der Installation von cpufrequtils aus den Ubuntu-Quellen mittels

sudo apt-get install cpufrequtils

lässt sich mit dieser Erweiterung die Taktfrequenz in Form von Anwendungsprofilen steuern.